Herzlich Willkommen im BerufsBildungsWerk Greifswald

Aktuelles

Beim aktuellen Treffen der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit)- Multiplikatorinnen im Berufsbildungswerk Abensberg stand der fachliche Austausch zur Weiterentwicklung der ICF basierten Arbeit im Mittelpunkt. Erstmals nahmen auch die im Februar neu ausgebildeten Multiplikatorinnen des BBW Greifswald teil – ein großer Gewinn für die Runde, denn ihre frischen Perspektiven und Praxisimpulse 
belebten die Diskussionen und ermöglichten einen besonders konstruktiven Austausch. 

Im Zentrum stand der intensive Dialog zwischen den Berufsbildungswerken. Die Teilnehmenden betonten, dass gerade dieser trägerübergreifende Austausch die Weiterentwicklung der ICF basierten Arbeit entscheidend vorantreibt. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Angebote künftig für alle BBW bereitgestellt werden können, auch auf Grundlage der Rückschlüsse aus der aktuellen AMDL Prüfung. Ziel ist es, die ICF basierte Förderplanung weiter zu stärken und die Umsetzung des Teilhabegesetzes in den BBW nachhaltig zu unterstützen. 

Aktuell arbeiten die Multiplikator*innen zudem an der Aktualisierung der Itemliste „Selbsteinschätzung Teilnehmende“. Parallel dazu entwickeln sie Empfehlungen für die Einführung und nachhaltige Umsetzung in den einzelnen Häusern. Diese Arbeiten sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein und anschließend allen Berufsbildungswerken zur Verfügung stehen. 

Das Treffen unterstreicht die wichtige Rolle der Multiplikator*innen: Sie tragen maßgeblich dazu bei, die ICF als verbindendes Instrument in Ausbildung, Förderung und  Teilhabeplanung zu verankern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. 

Bei diesem Treffen kommen BerufsBildungsWerke, Vereine wie Autismus Hamburg e.V., Therapiezentren, autSocial, Integrationsfachdienste und viele weitere engagierte Akteure und Akteurinnen zusammen. Das Format bietet wertvolle Möglichkeiten für interdisziplinären Austausch und die gemeinsame Weiterentwicklung von Unterstützungsangeboten rund um das Thema Neurodiversität.

Im Mittelpunkt stand diesmal der Übergang von der Schule in den Beruf – ein zentrales Thema für viele junge neurodivergente Menschen. Das Landesförderzentrum Autistisches Verhalten bereicherte das Treffen mit spannenden Impulsen und neuen Perspektiven.

Ein inspirierender Tag voller Austausch, Vernetzung und fachlicher Anregungen.

Weitere Informationen

Politik trifft Ausbildungspraxis 
Gemeinsam mit der Geschäftsführung des Diakoniewerks Greifswald gGmbH und der Bereichsgeschäftsführung ging es für die Gäste auf eine Tour durch die Ausbildungs- und Wohnbereiche. Es entwickelte sich schnell ein lebendiges Gespräch mit vielen Fragen und deutlichem Interesse. Ministerin Drese fand klare Worte: Die Arbeit des BBW sei für junge Menschen mit Behinderungen und besonderem Unterstützungsbedarf „unverzichtbar“. Sie dankte den Mitarbeitenden dafür, dass sie Jugendlichen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen die Chance geben, ihren eigenen Weg in Ausbildung, Beruf und ein selbstbestimmtes Leben zu finden. Und sie betonte, wie wichtig die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und das Lernen im realen Arbeitsprozess sei – denn so würden die Auszubildenden „ganz lebensnah und entlang ihrer eigenen Potenziale“ auf den Berufseinstieg vorbereitet.

Ein Rundgang voller Aha Momente
Beim Blick in die Ausbildungshallen wurde schnell klar: Hier wird nicht nur gelernt, hier wird Ausbildung gelebt. 3D-Drucker, digitale Schweißtechnik, eine topmoderne Kfz Werkstatt – die Gäste kamen aus dem Staunen kaum heraus. Ministerin Drese wagte sich selbst an das digitale Schweißgerät. Ihr erster Versuch? Gar nicht schlecht! Aber um mit den Azubis mitzuhalten, bräuchte es dann doch noch ein paar Übungsstunden. 

Erfolge, die sich sehen lassen können
Bereichsgeschäftsführerin Stefanie Niemeyer nutzte den Rundgang, um zu zeigen, was das BBW Konzept so erfolgreich macht. Und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:

  • Eine deutlich geringere Abbruchquote als in vergleichbaren Ausbildungen der freien Wirtschaft
  • rund 90 % der Azubis bestehen die Prüfungen im 1. Anlauf
  • fast 70 % Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt innerhalb eines Jahres

Das ist nicht nur Statistik – das sind echte Zukunftschancen!

Wertschätzung, die motiviert
Auch Oberbürgermeister Fassbinder zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Mitarbeitenden, die täglich daran arbeiten, jungen Menschen berufliche Perspektiven zu eröffnen.  Die Anerkennung unserer Gäste macht deutlich, wie wichtig die Reha Ausbildung ist – und sie bestärkt uns darin, unseren Auftrag weiter mit Herz und Energie zu verfolgen: Bildung und Teilhabe für alle.

Am Ende des Tages blieb vor allem ein Eindruck hängen: In unseren Auszubildenden stecken Talente, die man ohne Übertreibung als Superkräfte bezeichnen kann. Wir freuen uns, dass unsere Gäste das genauso gesehen haben.

Veranstaltungen im BBW Greifswald

Tanzcafé Greifswald | Tagungs- und Freizeitzentrum im BerufsBildungsWerk
Infoabend: Der Weg ins BBW BerufsBildungsWerk Greifswald
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