Herzlich Willkommen imBerufsBildungsWerk Greifswald

Aktuelles

Ein Handwerk zu erlernen umfasst weitaus mehr als die reine Lehre. Die Teilnehmer*innen aus dem Fachbereich Holztechnik lernen die Handwerkszunft von Grund auf. Wie könnten die Jugendlichen das besser als bei einer Führung durch das Freiluftmuseum. Wie genau funktionierte der klassische Lehmbau? Was begeisterte Handwerker*innen seit jeher an den Berufen Zimmerer, Tischler*in und Holzbearbeiter*in? Ein Schmied gab Antworten und vermittelte den Teilnehmer*innen ein zeitgemäßes Bild des Handwerks. „Der Kontakt zu Handwerksmeistern und die Verbindung zur Geschichte des Handwerks ist wichtig, um ein Gefühl für den Beruf zu bekommen“, betont Holger Lobitz, Ausbilder aus dem Fachbereich Holztechnik.

Mit den Worten „In Ehrbarkeit, in Wahrhaftigkeit, in Gerechtigkeit“, und drei Hammerschlägen auf die Handwerkslade begann Stefanie Niemeyer, Bereichsgeschäftsführerin im BBW, die Festveranstaltung für die neuen Teilnehmer*innen des BerufsBildungsWerk Greifswald. 81 junge Menschen haben in den vergangenen Tagen im BBW Greifswald ihre Berufsausbildung begonnen. Im Bereich der Berufsvorbereitung testen und erproben sich in den kommenden elf Monaten 93 Jugendliche, um den für sie passenden Beruf zu finden.

Den Jugendlichen, die gerade mit einer Berufsvorbereitung beginnen, gab Niemeyer mit auf den Weg, sich bei ihrer Berufswahl einerseits auf die eigenen Stärken und Interessen zu fokussieren, aber sich insbesondere für Berufe zu entscheiden, die  im Bereich der Hauswirtschaft, Hotellerie und Gastronomie oder auch im handwerklichen Bereich gute Chancen auf eine nahtlose Beschäftigung bieten, um so die Basis für eine sichere Zukunft zu schaffen.

„Die jungen Menschen, die im BBW ihre Ausbildung absolvieren sind einzigartig. Sie dürfen sich auf ihrem Weg zum erfolgreichen Berufsabschluss jedoch nicht auf kurzen Erfolgen ausruhen, sondern müssen sich immer weiterentwickeln“, unterstrich Nils Simon Schmäling, Vorsitzender der Teilnehmendenvertretung, in seinen Grußworten. Auch Carolyn Blauschmidt, Teamleiterin Rehabilitation und Teilhabe der Agentur für Arbeit, war Gast der Begrüßungsfeier und wünschte den Teilnehmenden Glück, Glaube und gutes Gelingen.

„Die Kontakte in die Wirtschaft sind für die jungen Menschen die besten Türöffner in den Arbeitsmarkt. Sie haben damit die Chance, direkt in einem Betrieb ihre beruflichen Erfahrungen zu sammeln und vielleicht ihren zukünftigen Arbeitgeber von ihren Stärken zu überzeugen“, unterstreicht Niemeyer die wichtige Verbindung zu Ausbildungspartnern in der Wirtschaft und die Bedeutung von Verzahnter Ausbildung und Praktika.

Insgesamt absolvieren derzeit zirka 450 Jugendliche und junge Erwachsene eine Berufsausbildung oder eine Berufsvorbereitung in der Pappelallee 2. Im Rahmen der Ausbildung lernen die Jugendlichen nicht nur berufliche Fertigkeiten, sie werden sich auch persönlich weiterentwickeln. Unterstützt werden sie dabei von einer Vielzahl an Fachkräften. 

Der Bildungsdienstleister ist eines der größten und modernsten Bildungsunternehmen in der Region und wurde in diesem Jahr gemeinsam mit der EWN Lubmin von der IHK Neubrandenburg als Top Ausbildungsbetrieb 2021 ausgezeichnet.

93 neue Teilnehmende beginnen ihre berufliche Rehabilitationsmaßnahme im BerufsBildungsWerk. Der Bildungsdienstleister ist eines der größten und modernsten Bildungsunternehmen in unserer Region und wurde in diesem Jahr gemeinsam mit der EWN Lubmin von der IHK als Top Ausbildungsbetrieb 2021 ausgezeichnet. „Die hochqualifizierte Ausbildung auf unserem Campus ist abwechslungsreich. Die Jugendlichen haben hier die Möglichkeit die Theorie und die arbeitsmarktorientierte Praxis miteinander zu verbinden. Wir vermitteln nicht nur Ausbildungsinhalte, sondern fördern auch die sozialen Stärken und lebenspraktischen Stärken in angegliederten internen Wohnformen mit pädagogischer Unterstützung unserer Jugendlichen“, unterstreicht Bereichsgeschäftsführerin Stefanie Niemeyer. Die meisten der Teilnehmer*innen haben sich für eine Ausbildung in dem Bereich Wirtschaft/Verwaltung und Ernährung/ Hauswirtschaft/ Gastronomie/ entschieden.

Die Auszubildenden starten zunächst in eine Kennlernwoche. Hier lernen die neuen Jugendlichen die einzelnen Bereiche auf dem Gelände und vor allem die Menschen, die sie in den nächsten Jahren begleiten, kennen und werden über wichtige Themen zu ihrer Berufsausbildung informiert. „Es ist uns wichtig, dass unsere neuen Teilnehmenden sich im BBW wohlfühlen. Wenn sie dann im Anschluss an die erfolgreiche Ausbildungszeit in den Arbeitsmarkt integriert werden können, haben wir gemeinsam unser Ziel erreicht“, berichtet Volker Deiners, Ausbilder für den Bereich Agrar.

Im BBW Greifswald haben Teilnehmer*innen zudem die Möglichkeit an der verzahnten Ausbildung mit anderen Wirtschaftsbetrieben (kurz VAmB) teilzunehmen. Hier werden die Jugendlichen während der Ausbildung zielgerichtet und besonders praxisnah auf zukünftige berufliche Tätigkeiten vorbereitet. Im Rahmen der VAmB ist der Auszubildende in der Regel 6 – 12 Monate im Betrieb. Während der betrieblichen Ausbildung unterstützt und berät das Berufsbildungswerk nicht nur die angehenden Fachkräfte sondern auch den Betrieb in Fragen sonderpädagogischer Vermittlung der geforderten Ausbildungsinhalte. Von dieser Art der Kooperation profitieren alle: die Jugendlichen, die Unternehmen und das BerufsBildungsWerk Greifswald.